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Rückblick: Kongress zur Zukunft der SMARTEN Mobilität in Städten

Vom 16. und 17. September 2015 veranstaltete die Abteilung Umweltschutz der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee am Klagenfurter Messegelände den Abschluss-Kongress des LIFE+ / klimaaktiv-geförderten Projektes CEMOBIL:

SMARTE* Mobilität in Städten – Today and Tomorrow
ad*) sustainable – multimodal – achievable – rapid – touchable – electric

SMARTE Mobilität in Städten – Today and Tomorrow

Rund 170 Personen aus 11 Ländern besuchten diese Veranstaltung und lobten die Breite der Themen sowie die Fülle an Zusatzangeboten wie der E-Fahrzeuge-Test und die Exkursion zu Klagenfurter E-Mobilitäts-Stationen und dem Naturschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg. Sie verließen die Veranstaltung mit der Schlussfolgerung, dass SMARTE Mobilität notwendig, schon heute machbar ist und dem Trend der Zeit folgend kommen wird. Die Fragen ist nur: Wann?

Der Begriff „SMARTE“ steht für eine Mobilität in Städten mit folgenden Qualitäten:

  • Sustainable (nachhaltig)
  • Multimodal (Bewältigung der Wegstrecke mit mehreren Verkehrsmitteln und Fortbewegungsarten)
  • Achievable (fĂĽr jeden leistbar)
  • Rapid (rasch - ohne Wartezeiten beim Wechsel der Verkehrsträger)
  • Touchable (mit Smart Phone nutz- und buchbar)
  • Electric (elektrische bzw. abgasfreie Antriebsformen)

Die abwechslungsreichen und kompetenten Präsentationen von 23 Vortragenden aus den Ländern Norwegen, Deutschland, Österreich, Belgien, Italien, Malta und Irland zeigten viele Beispiele und Möglichkeiten für eine smarte Mobilität.

Der Leiter der Abteilung Umweltschutz der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, Dr. Wolfgang Hafner, sieht im öffentlichen Verkehr mit multimodalen Knoten das Rückgrat der SMARTEN Mobilität und in der E-Mobilität einen wichtigen Baustein.


Mut zur Umsetzung & Rahmenbedingungen

SUV oder E-Fahrzeug?

Paolo Tumminelli ist davon überzeugt, dass nur eine Umgestaltung der Städte hinsichtlich der Parkräume und Nutzungsregeln der Straßen eine markante Bewegung hin zur zukunftsfähigen Mobilität auslösen kann. Und die Technik sei auch gar nicht so entscheidend, viel wirkungsvoller wäre eine Haltungsänderung, z.B. Wege auch als nutzbringende Zeiten zu betrachten. Derzeit wird eine Wegstreckenzurücklegung in unserer Leistungsgesellschaft als nutzlose Zeit angesehen und muss daher so schnell wie möglich von statten gehen.

Es braucht mutige Umsetzer in der Politik und klare Grundsatzentscheidungen! Darin waren sich die an der Podiumsdiskussion teilnehmenden Politiker von Land und Stadt, Rolf Holub und Frank Frey, einig.


Ausdauer & Euro

Peter Wiederkehr vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich appellierte, der Bewusstseinsbildung ausreichend Zeit zu geben. Diese ist nötig speziell für das Sammeln von eigenen Erfahrungen – wie es durch das CEMOBIL-Projekt und die Elektromobilitäts-Modellregionen passiert. Und diese sind nur mit Hilfe von EU-Fördergeldern möglich.

Auch Kemal Önel von der Europäischen Kommission betonte, dass Änderungen – vor allem in gesellschaftlich stark verankerten Themen wie Mobilität – langwierige Prozesse durchlaufen.


Teilnahme der Bevölkerung

Georg Werdermann aus Aachen ist davon überzeugt, dass BürgerInnenbeteiligung (BB) ein hilfreiches Instrument für Behörde und Politik ist. Die Bevölkerung muss unbedingt mitgenommen werden bei der Ausarbeitung von Mobilitätsstrategien, und die BB ist ein zeitgemäßer Einstieg dafür.

In Summe war der Kongress eine beeindruckende Veranstaltung, mit Erkenntnissen, Vorschlägen und Ideen, die weiter verfolgt werden, u.a. in der Zero-Emission-Plattform.


Umweltzeichen „Green Meeting“

Neben der hohen Qualität der Referate, Diskussionen und des Austausches konnte dieser Kongress auch hinsichtlich Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft punkten: das Umweltzeichen „Green Meeting“ wurde für diesen Kongress angestrebt und auch erreicht. Das Zertifikat konnte am Kongress dem Veranstalter (Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee) und der Veranstaltungsstätte (Kärntner Messen Klagenfurt) überreicht werden.

Beispiele von grünen Maßnahmen dieses Kongresses sind eine Abfalltrennung im Publikumsbereich, Namensschilder, die nach der Veranstaltung als Glasuntersetzer weiterverwendbar sind, Unterstützung einer klimaschonenden Anreise der Gäste und ReferentInnen durch frühzeitige Information und Gewinnspiele, regionale Speisen & Getränke.


Informationen

Auf www.cemobil.eu/kongress werden die Präsentationen und Fotos der Veranstaltung zum Download bereit stehen.


Fotos

Foto vom Kongresssaal

Foto eines Vortragenden

Fotocredits: Stadt Klagenfurt a. Ws.


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